FSME
Das FSME-Virus (Frühsommer-Meningoenzephalitis) wird ebenfalls durch Zecken übertragen,
doch das Risiko daran zu erkranken ist bei weitem nicht so hoch wie das Risiko für Borreliose.
Im Jahr 2006 wurden in Deutschland 546 FSME-Erkrankungen registriert. Im Vergleich dazu erkranken mehr als 100.000 Menschen
jedes Jahr an Borreliose.
Das FSME-Virus kommt nur in bestimmten Risikogebieten Deutschlands vor, zu denen momentan Bayern,
Teile Baden-Württembergs und kleinere Teile Hessens zählen.
In diesen Gegenden schätzt man, dass circa 0,5 bis 5 Prozent der Zecken das Virus in sich tragen.
Bewohner oder Urlauber, die sich in diesen Regionen aufhalten, wird eine Schutzimpfung gegen das Virus empfohlen.
Der Krankheitsverlauf
Das FSME-Virus wird sofort mit dem Zeckenstich auf den Menschen übertragen, da er im Speichel der
Zecke sitzt. Nach durchschnittlich zehn Tagen treten beim Infizierten zunächst grippeähnliche Symptome auf wie Kopfschmerzen,
Übelkeit und Fieber. Diese Symptome klingen nach ein paar Tagen von selbst wieder ab.
Bei etwa 10 Prozent der Erkrankten stellen sich nach einem beschwerdefreien Intervall ein erneuter Fieberanstieg und die
Symptome einer Hirnhautentzündung ein. Dazu zählen Kopfschmerzen, Fieber sowie ein steifer Nacken.
Wenn die Krankheit zusätzlich auf das Gehirngewebe übergeht, kommt es zusätzlich zu Bewusstseinsstörungen, Krampfanfällen oder
Lähmungen. Im schlimmsten Fall ist das Rückenmark betroffen, so dass es zu Lähmungen der Gesichts- Hals- und
Atemmuskulatur kommt. Das wiederum betrifft nur 10 Prozent derjenigen, die das zweite Stadium durchmachen
(also nur etwa 0,1 % aller Infizierten).
Pro Jahr gibt es durchschnittlich 1 bis 2 Todesopfer in Deutschland.
Ist man erkrankt, gibt es keine Medikamente gegen dieses Virus, man kann als Arzt nur versuchen, die Symptome zu lindern.
Hat man die Krankheit jedoch gut überstanden, so besteht eine lebenslange Immunität.
Impfung
Seit einigen Jahren gibt es einen Impfstoff gegen das FSME-Virus, wodurch auch sicherlich die
Krankheitsfälle gesunken sind. Gab es bei den älteren Impfstoffen oftmals Nebenwirkungen, so sind die neuen gut verträglich.
Kinder sollten erst ab dem dritten Lebensjahr geimpft werden. Außerdem hat man festgestellt, dass ältere Meschen
wahrscheinlicher Komplikationen bei einer FSME-Erkrankung erleiden.
Bei Kindern und Jugendlichen nimmt die Erkrankung meist einen milderen Verlauf und bleibt folgenfrei.
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Wenn Sie also in einem Risikogebiet wohnen oder dort einen längeren Aufenthalt
in der Natur planen, so sollten Sie über eine Impfung nachdenken!
Aktuelle Risikogebiete entnehmen Sie am Besten den Seiten des
Robert Koch Instituts
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Aber bedenken sollte man stets: Man kann sich vor FSME durch eine Impfung schützen,
gegen die weitaus häufigere Borreliose gibt es leider keinen Impfschutz.
Da die Borreliose in ganz Deutschland auftritt,
müssen auch geimpfte Personen daran denken, auf Zecken acht zu geben!